mitanand – inklusive Kultur in Freising | 27. – 30. Okt 2016

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Nachfolgeprojekt von ZAMMA

Mehr als ein Jahr war es her, dass in Freising das inklusive Kulturfestival ZAMMA stattfand.

2016 folgte nun auf ZAMMA das Festival „mitanand – inklusive Kultur in Freising“!










Und der Kreisjugendring war auch wieder mit zwei spannenden Projekten dabei:

IchDuWir – junge Perspektiven auf Freising

Welches Bild machst du dir von Freising?
Welche Orte in Freising brauchst du, um glücklich zu sein?
Wie hört sich Freising für dich an?

Nach zwei Vorbesprechungen zwischen der pädagogischen Mitarbeiterin Suse Watterott und dem Fotografen und Graphiker Michael Kunz standen Zielstellung des Projektes und Grobablauf mit Terminen fest:
Junge Menschen aus Freising – gezielt: Einheimische und Geflüchtete – sollen sich unter professioneller Anleitung in 5 aufeinander aufbauenden Workshops mit Freising beschäftigen: Ihre Wahrnehmung von Freising, ihr Alltag in Freising. Sie sollen sich darüber in Kontakt miteinander kommen, sich austauschen und gegenseitig Ängste abbauen. Sie sollen – je nach Wunsch und Interesse – professionelle Technik zur Verfügung haben, sich mit dieser auseinandersetzen, vertraut machen und den Umgang mit ihr lernen.
Die Ergebnisse sollen dann in einer Multi-Media-Präsentation zusammengeführt und der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Gesagt – getan:
Beim ersten Zusammentreffen am sonnigen Septemberfreitagnachmittag lernten sich die 7 Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren mithilfe von WUPs und Kooperationsübungen kennen. Nach der Vorstellung des Projektes sollte sogleich in Kleingruppen mit den eigenen Smartphones aus-probiert und eingefangen werden: Die Geräusche eines Baumes, die Bewegung des Wassers, das Spannende an einen Stein. Das Isarkiesbett nahe der Korbiniansbrücke bot da beste Möglichkeiten. Zurück in der großen Runde waren die Assoziationen zu Freising gefragt. Als Denkaufgabe bis zum nächsten Treffen gab es für jede/-n eine selbstausgewählte Frage zu Freising: Was gefällt? Was stört? Was es ist? Was hier bewegt? Besondere Orte?

Beim zweiten Treffen, nach der Einstimmung, ging es um die Antworten auf die jeweils ausgewählte Frage. Daraus entstandene Ideen für Aufnahmen wurden gesammelt, besprochen und geplant. In 3 Kleingruppen wurde nun das Handling in die Benutzung der technischen Geräte ausprobiert und geübt: Einstellungen, Perspektivwechsel… mit Audioaufnahmegerät, Foto- und Filmkamera.

Beim dritten und vierten Treffen mit Verabredung am Marienplatz wurden Audio-, Film- und Foto-Aufnahmen in Kleingruppen gemacht. Die jungen Leute begaben sich zusammen auf die Suche nach Bildern, Geräuschen, Gesichtern und Geschichten aus den verschiedensten Blickwinkeln, die Freising aus und einzigartig machen. Das letzte Treffen diente der Einführung in das Schneideprogramm am PC, der Auswahl und dem Beginn der Zusammenführung aller Aufnahmen. Als Treffpunkt diente das „Alte JuZ“, dass ergänzende Tonaufnahmen im JuZ-eigenen Tonstudio ermöglichte.

Alles Zusammengetragene konnte nun von Michael Kunz zu einer Multi-Media-Präsentation fertiggestellt werden, die schließlich im Buntes Haus mit anschließendem „Künstlergespräch“ ihre Aufführung fand.

Danke an alle Beteiligte des Projektes!




Buntes Haus Schriftzug

Das Programm an diesem Tag bot uns eigentlich nur Highlights!

11.00 – 13.00 Uhr @ Oberhaus

Mitbring-Brunch



Die von etwa 20 bis 30 Besucher/-innen mitgebrachten Köstlichkeiten, wie z.B. Bircher Müsli,
selbstgemachte Marmelade, frische Semmeln, vielerlei Kuchen, Orangensaft ergänzten die bereitgestellte
Basisausstattung im „Bunten Bufett“ hervorragend. Nicht sogleich zum Brunch Gegessenes diente
über den Tag noch als Köstlichkeit für die später gekommenen Gäste.




11.45 Uhr @ Oberhaus

Habit




Eine perfekte musikalische Begleitung zum Brunch:
Die ruhige, helle und lebensfrohe Stimme der Sängerin Katharina Böhm in Begleitung ihrer beiden Freundinnen Adina Matas und Katharina Stadlbauer an Gitarre und Keyboard. Normaler noch zusammen mit Jonas Braun am Schlagzeug sind sie die Band Habit! Eine Band aus Fahrenzhausen, die guten Singer-Songwriter-Pop spielt!



13.00 Uhr @ Verbindung zwischen Ober- und Unterhaus

Kunst aus Freising | Vernissage mit Sarah Delgado Rodriguez und Tangeni Sem Haikali

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Sie liebt es zu Malen, zu Zeichnen und zu Tanzen,
aber sie arbeitet auch sehr gerne am Computer,
schreibt Programme und macht allerlei handwerkliche Projekte.
Schon als Kind dachte sie daher immer, sie müsste sich irgendwann entscheiden: Technik oder Kunst?
Doch jetzt kann sie beides ausleben, denn sie studiert Medieninformatik mit dem Anwendungsfach Mediengestaltung an der LMU. Bei den hier ausgestellten Werken hat sie versucht, digitale und analoge Ansätze zu verbinden und die Emotionen, die durch Tanz und Musik ausgedrückt werden, zu transportieren.




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Der Künstler Tangeni Sem Haikali wurde 1982 im Norden Namibias geboren und vor mehr als 7 Jahren hat es ihn der Liebe wegen nach Freising verschlagen.
Mit der Malerei hat er für sich Entspannung neben dem Arbeitsalltag gefunden. In den Motiven seiner meist farbintensiven Werke spiegelt sich seine Herkunft und Heimat Namibia wider.
Die Ausstellung im „Bunten Haus“ ist bereits die zweite Ausstellung seiner Werke in Freising.




In musikalischer Begleitung der Freisinger Trommelgruppe „Pescho“ und durch elegante Moderation durch Tobias Weiskopf wurde die Ausstellung eröffnet und die zirka 25 anwesenden Gäste mit den Werken und der Künstler/-in vertraut gemacht. Als kleine künstlerisch-kulinarische Zugabe brachten die beiden noch leckere Spezialitäten mit: namibisches Bananenbrot und von der Halbspanierin Sarah Albondigas.

14.00 Uhr @ Oberhaus

Biodanza – Tanz des Lebens | Mitmach-Workshop mit Alexandra Holz-Dönges und Angela Edenhofer

#rhythmus #das eigene navi einschalten #no filter
#klimawandel #artgerecht #das leben ist wunderbar
Genau das Richtig für Leute, die eine neue Art des Tanzens kennenlernen wollten, die Lust auf Bewegung zu Musik hatten, die waren bei Biodanza – dem Tanz des Lebens genau richtig. Die beiden Referentinnen nahmen die etwa 15 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit auf eine Reise des leichten und beschwingen Bewegens zur fröhlichen Musik. Jede/-r für sich und auch miteinander wurde getanzt und gespielt.

14.00 – 16.00 Uhr @ Unterhaus

Schuhplattln & Volkstanz | Workshop mit Almrausch Edelweiß e.V.



Mit den 10 bis 15 Teilnehmenden hatten die 4 Workshopleiter/-innen einiges zu tun, aber auch sehr viel Spaß und Freude.



15.15 – 16.15 Uhr @ Oberhaus

Yoga für junge Leute | Mitmach-Workshop


Bewegung & Entspannung
Alle jungen Menschen ab 16 Jahren waren ♥-lich eingeladen, die Übungen (Asanas, Pranayama, Savasana) mitzumachen. Die Stunde war so gestaltet, dass man ohne Vorkenntnisse und große sportliche Fähigkeiten teilnehmen konnte. Fünf Jugendliche und Erwachsene nahmen das tolle Angebot der jungen TeenYoga-Lehrerin Sylvia Frühbeis an und genossen die Übungen und kleine Auszeit sehr.


16.00 Uhr @ Unterhaus

Tanzshow der Tanzabteilung TSV Allershausen


Die Tanzshow mit den 24 Kindern und Jugendlichen des TSV bot neben zwei Modern Dances
auch zwei Balletttänze sowie zum Schluss einen Mitmach-Tanz für alle Anwesenden.





16.30 – 18.00 Uhr @ Unterhaus

Kinderdisko mit DJ Urbi



Mit Partymusik und Diskokugel heizte der DJ einigen bewegungslustigen Kids den Tanzsaal ein.






17.00 Uhr @ Oberhaus

IchDuWir – junge Perspektiven auf Freising | Multi-Media-Präsentation




Welches Bild machst du dir von Freising?
Welche Orte in Freising brauchst du, um glücklich zu sein?
Wie hört sich Freising für dich an?





Junge Einheimische und Geflüchtete haben sich gemeinsam auf den Weg durch Freising gemacht. In Begleitung des Fotografen und Graphikers Michael Kunz und der Pädagogin Suse Watterott waren die jungen Leute zusammen auf der Suche nach Bildern, Geräuschen, Gesichtern und Geschichten aus den verschiedensten Blickwinkeln, die Freising aus und einzigartig machen. In fünf Zusammentreffen und Workshops vor dem Festival trafen sie sich und verarbeiteten diese Eindrücke künstlerisch zu einer Multi-Media-Präsentation, die hier ihre Aufführung fand.

18.00 Uhr @ Oberhaus

Filmreportage „Inklusiv kochen“ mit Filmgespräch

inkl8Inklusion erleben – Inklusiv kochen

Die Jugendmitarbeiter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Oberallershausen luden sich im Sommer 2015 Moderator und Fernsehkoch Volker Westermann, der aufgrund seiner Glasknochen und Knochenfehlbildung auf den Rollstuhl angewiesen ist, zum gemeinsamen Kochen ein. Die besondere Idee dabei:
Alle Jugendlichen setzen sich für den Tag selbst in den Rollstuhl, um einen Einblick in den Alltag mit Handicap zu erhalten.
Die etwa halbstündige Filmreportage vom Initiator des Projektes, Tobias Weiskopf und der Freisinger Kamerafrau und Cutterin, Silvia Johanus bot Interessantes zum Sehen, Hören und im Anschluss auch Fragen stellen!

18.30 Uhr @ Unterhaus

Schattenspiel

KreativesSchauspielEnsemble


Das KSE präsentierte, gemeinsam mit Kindern des Kinderheim St. Klara ein Spiel aus Licht und Schatten.

„Beleuchtet“ wurden die Leben zweier Protagonisten, deren Wege sich immer wieder kreuzen.

Im Stil eines Tagebucheintrages berichteten sie von Erlebnissen in unterschiedlichen Lebensphasen und Altersstufen.

Diese kurzen Sequenzen wurden im Schatten nachgestellt.

Auf diese Weise begaben sie sich gemeinsam mit den Zuschauern auf eine spannende Reise durch das Leben.

Das KSE, die diesjährigen Gewinner des Jugendkulturpreises im Landkreis Freising boten wieder ein Sahnestück theatralischer Künste – der Applaus der etwa 30 Besucher/-innen lobte dies zurecht.


19.00 Uhr @ Oberhaus

Brotzeit mit Handicap | Mitmach-Workshop im Rollstuhl

Mal selbst ausprobieren, im Rollstuhl zu fahren | Tipps und Tricks, aber auch Hürden und Schwierigkeiten im Alltag etwas näher kennen lernen | und noch gemeinsam eine Brotzeit herrichten und verspeisen – dies ermöglichte unser Mitmach-Workshop an diesem Abend. Weitaus mehr Teilnehmende als erwartet kamen. Die 10 entliehenen Rollstühle reichten nicht aus, sodass der Workshop ausgeweitet wurde. Je nach Interesse teilte sich die Gruppe in Rollstuhlfahr/-innen und Blinde (mit Augenbinden). Unter Anleitung der Rollstuhl fahrenden Ulrike Schneider und der blinden Franziska Sgoff nahmen schließlich 16 Personen teil. Im Abschlussresümee wurden die gemachten Erfahrungen durchweg positiv beurteilt. Innerhalb der Gruppe wurde sich stark unterstützt. Die Umständlichkeit, sich nur über den abgeschlossenen Außenfahrstuhl des Lindenkellers auf die barrierefreie Toilette im Untergeschoss bewegen zu können, stieß auf große Kritik.

19.00 Uhr @ Unterhaus

Asli Reyhan


Die Songwriterin aus Freising ist erst 16, aber hat eine Stimme, die unter die Haut geht.
Ob eigene oder gecoverte Songs mit Live-Gitarrenbegleitung oder Instrumentalversionen von eigenen,
bereits im Tonstudio aufgenommenen Songs mit Gesang – die etwa 40 bis 50 Gäste im Publikum
waren begeistert und forderten schließlich auch noch eine Zugabe.



20.00 Uhr @ Unterhaus

Kentucky schreit | Fun Ska

Schon mal drüber nachgedacht wie es wäre, fälschlicherweise in einem Leichenwagen aufzuwachen oder ein Wettbüro für die Dauer des Beischlafaktes der Nachbarn zu gründen? Wie weit ist eine Wanderung nach Tittenkofen und warum überhaupt? Diese Fragen bewegen nicht nur die Welt, sondern auch KENTUCKY SCHREIT mit ihren Songs. Während der eine Text eigene Lebensgewohnheiten subtil hinterfragt, schleudert das nächste Lied die harte Wahrheit schonungslos über einen ausgetretenen Wortwitzteppich. Für die Band steht an erster Stelle, die Beweglichkeit des Publikums zu testen. Dazu werden Varianten von schnellen Offbeats mit knackigen, skatypischen Bläsereinwürfen, genauso wie das klassische Punkrockgitarrenbrett, zu einem treibenden Gesamtpaket verwoben.
Die etwa 20 bis 30 Besucher/-innen genossen sichtbar die Show der Kentuckys.

21.00 – 24.00 Uhr @ Unterhaus

Dandelion Soundsystem | Dub

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„The good vibes generator“ aus Freising gehört nun schon fast zu den Veteranen und unbestritten zur absoluten Speerspitze der Soundsystem-Kultur im deutschsprachigen Raum. Im Bunten Haus waren sie endlich mal wieder zu Gast daheim – bei uns im Lindenkeller! Wir haben uns sehr gefreut, denn Dandelion-Sessions gleichen einer mystischen Erfahrung, sie verbinden Freunde und Unbekannte. Die etwa 30 Gäste genossen sichtlich die Dub-Beats und harten Rhythmen.



AUßERDEM GEBOTEN


Außerdem geboten waren kleinen Aktionen drum herum, wie eine BUNTE ZONEopen stage für spontane Vorführungen, eine Brettspiel-Area sowie – Live zum Ausprobieren – die Trendsportart Slacklinen.
Vorstandsmitglied des Kreisjugendring Freisings, Kletterer, Übungsleiter und Slackliner Andreas Mettenleiter begleitete und betreute das Slacklinen im Vorhof/ Biergarten des Lindenkellers.
Die 25 bis 30 Interessierten kamen über den sonnigen Nachmittag hin verteilt, um sich mit Unterstützung auszuprobieren.




Ein großer Dank an alle Beteiligte, die durch ihren Einsatz und Beitrag zu einem bunten Programm und damit zu(eine)m Bunten Haus beigetragen haben!

Außerdem Danke! an das Sanitätshaus Rattenhuber Freising für die kostenlose Leihgabe der Rollstühle.



Das Bunte Haus ist ein Projekt des Freisinger Festivals „mitanand- inklusive Kultur in Freising“.
Es wurde vom Bezirksjugendring Oberbayern und dem Bezirk Oberbayern gefördert:


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